Energieeffizienz steigern: 
Wärme und Strom selber erzeugen

Die KWK-Technologie ("Kraft-Wärme-Kopplung") bietet viele Vorteile: Während man bei der Verstromung von fossilen Brennstoffen einen Großteil der Energie verschwendet, wird diese in KWK-Anlagen noch sinnvoll genutzt. Eine KWK-Anlage produziert beides: Strom und Wärme (oder auch Kälte als KWKK). Die Effizienz steigt dabei erheblich an. Moderne Anlagen können bereits bis zu 90% Wirkungsgrad erreichen. Damit wird  im Vergleich zur herkömmlichen (und getrennten)  Wärme- und Stromerzeugung sehr viel CO2 eingespart. Erfahren Sie hier mehr über Anwendung, Nutzen und Voraussetzungen für den betrieblichen Einsatz.

(Stand der Information: Mai 2021, Lesezeit ca. 2 Minuten)

 

Die Idee klingt verlockend: Mit dem Einsatz eines Brennstoffs gleich zwei Energiearten produzieren: thermische und elektrische Energie. Die wirtschaftlichen Vorteile lassen sich jedoch in der Regel nur dann heben, wenn im Unternehmen ein relativ durchgehender und gleichbleibender Temperaturbedarf (Grundlast) besteht. Man spricht hier von der sog. Prozesswärme, welche bspw. in der Nahrungsmittel-Industrie häufig besteht.

KWK-Technologie findet dabei auf Basis verschiedener Plattformen Anwendung: Sehr häufig als Blockheizkraftwerk mit KWK. Oder auch - wenn es um deutlich höhere Temperaturen geht - in Kombination mit einer Gasturbine. Entscheidend ist letztlich der spezifische Bedarf an Wärme im Unternehmen. Man spricht hier insbesondere von wärmegeführten Anlagen, daher wird die KWK-Anlage nach der Wärmeproduktion ausgesteuert.

Wirtschaftlichkeit einer KWK-Anlage

Konkrete Zahlen zur Wirtschaftlichkeit können leider nicht pauschal beantwortet werden. Hier ist immer eine Einzelfallbetrachtung notwendig. Häufig amortisiert sich eine KWK-Anlage aber bereits nach wenigen Jahren und stellt damit, insbesondere im Neubau oder auch im Fall der Modernisierung einer bestehenden Heizzentrale, eine attraktive Alternative dar.

Öffentliche KWK-Förderung

Unternehmen, die in KWK-Technologie investieren wollen, können auf verschiedene Fördermittel zurückgreifen. Am bekanntesten ist dabei die Vergütung für den in der Anlage erzeugten und in das öffentliche Netz eingespeisten Strom. Dieser wird nach dem KWKG 2019 mit bis zu 8 ct/kWh an den Anlagenbetreiber vergütet. Zudem fördern einige Bundesländer entsprechende KWK-Investitionen. Beispielsweise das Land NRW mit einem eigenen Programm für den Aufbau von Kälte- und Wärmenetzen mit bis zu 65% der förderungsfähigen Kosten. Viele Branchen können zudem von einer reduzierten EEG-Umlage auf den selbst erzeugten und selbst verbrauchten Strom profitieren (nach § 61c EEG reduziert sich bei einer Eigenversorgung die EEG-Umlage für selbst verbrauchten Strom aus hocheffizienten KWK-Anlagen auf 40 % der eigentlichen EEG-Umlage).

Wie kann man sich dem Thema nähern?

Leider ist keine pauschale Bewertung möglich. Im Detail müssen der Wärme- und der Strombedarf im Unternehmen analysiert werden. Hierfür haben wir eine Checkliste bereit gestellt, welche Sie auf dieser Seite unter Download finden. Unsere Experten stehen gerne für ein erstes Gespräch zu Ihrer Verfügung.